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Equal Pay ab 2018 Pflicht

Ab Januar greift die Equal-Pay-Regelung aus dem reformierten Arbeitnehmerüberlassungsgesetz. Franz & Wach ist gut vorbereitet auf die neue Situation.

Im April 2017 trat die Neufassung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) in Kraft. Dieses legt fest, dass Zeitarbeitnehmer nach 9 Monaten Beschäftigung in ein und demselben Betrieb das gleiche Einkommen (Equal Pay) wie vergleichbare Beschäftigte des Entleihbetriebes bekommen sollen

So weit, so gut. Die Ermittlung des Equal Pay stellt sich allerdings nicht ganz einfach dar. Zunächst muss festgestellt werden, was ein „vergleichbarer Mitarbeiter“ ist. Hier geht es nicht nur um die Tätigkeit, sondern auch um den Qualifizierungsgrad (z.B. Berufsausbildung), die Berufserfahrung und die noch geringe Betriebszugehörigkeit. Man muss also fragen, was dieser Mitarbeiter verdienen würde, wenn er für genau diese Tätigkeit zum genau gleichen Termin im Entleihbetrieb eingestellt worden wäre.

Sodann ist die Frage, was alles zum Equal Pay dazu gehört. Das AÜG definiert dies nämlich nicht genau. Klar ist lediglich, dass neben dem Stundenlohn und den Zuschlägen (z.B. für Schicht- oder Sonntagsarbeit) auch Sonderzahlungen (Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, Prämien), Vergünstigungen (Kantinennutzung) und sogar Sachbezüge (Personalrabatte, Gutscheine etc.) berücksichtigt werden müssen.

Diese Informationen können wir natürlich nur von unseren Kunden bekommen. Daher sind wir in diesen Wochen viel unterwegs und sprechen mit allen Kunden, um die benötigten Informationen zu erhalten. Bei mehr als 2.500 Mitarbeitern, die Franz & Wach beschäftigt, ist dies ein riesiger Aufwand.

Wie wir nun festgestellt haben, wird sich für viele Mitarbeiter nicht einmal viel ändern, weil sie schon heute das Gleiche verdienen, wie sie beim Einsatzbetrieb verdienen würden oder nur eine Abweichung von wenigen Cent feststellbar ist. Wer sich also von der AÜG-Änderung, die sich das Bundesarbeitsministerium unter Frau Nahles erdachte, eine deutliche Lohnsteigerung erhoffte, wird wohl in den meisten Fällen enttäuscht werden.

Eines versprechen wir aber: Wir korrigieren unsere Löhne nicht nach unten. Auch dort nicht, wo wir feststellen, dass unsere Mitarbeiter mehr verdienen, als sie beim Einsatzbetrieb verdienen würden. Und diese Fälle sind gar nicht so selten.

Es gibt also viel zu ermitteln und zu tun. Wir machen uns an die Arbeit.

 

Fragen zum Equal Pay? Unsere Filialteams stehen Ihnen gerne Rede und Antwort: Franz & Wach Filialen